Für die Abrechnung sollten Sie das Urteil, die Nachlassaufstellung und eine Zeitlinie des Besitzes zusammenführen. Ergänzend gehören Kontoauszüge, Miet- oder Nutzungsverträge, Ertragsabrechnungen, Rechnungen, Zahlungsbelege sowie Schriftverkehr zu den betroffenen Erbstücken in die Dokumentenmappe.
Bei einem möglichen Dritterwerb kommen die Unterlagen zum Erwerb und zur Übergabe hinzu. Die Mappe sollte sichtbar machen, welcher Gegenstand betroffen ist, wer ihn wann besaß oder erwarb und welche Tatsachen für die Redlichkeit sprechen. So bleiben die Positionen von Früchten, Aufwendungen und Dritterwerb getrennt prüfbar.
Die Einordnung der Besitzlage ist eine Rechtsfrage mit konkretem Sachverhalt. Der Schwerpunkt Verlassenschaft erklärt den Rahmen des österreichischen Verlassenschaftsverfahrens. Der Schwerpunkt Erbstreit führt zu weiteren Fragen über Anspruch, Verfahren und Beweise.